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Geschichte
Ihre Lieder erzählen von der Heimat, von der Liebe zur Natur. In ihren Texten klingt der Respekt vor der hart arbeitenden Bevölkerung des Berglandes mit und die Musik ist wie Balsam für die Zuhörer. Oft schwermütig, doch vielfach auch locker und beschwingt, aber immer hat der Zuhörer den Eindruck, sie meinen es ehrlich und stehen hinter dem, was sie zum besten geben. Es sind vielfach kulturelle Kleinode, die von den 4 Holterbuam aus Maria Lankowitz aus der Weststeiermark mit neuem Leben erfüllt werden. Es ist ein Klang, der aus dem Herzen kommt und es ist ein Sound, der einmalig ist. Vier Musikanten haben sich mit ihrer Musik selbst ein Denkmal gesetzt.

Man schrieb den August 1984. Die Brüder Martin und Franz Krammer, sowie der Bankangestellte Wolfgang Hiden und der Schlosser Kurt Haller wollten einen eigenen Sound mit einer völlig neuen Besetzung schaffen. Das war ein nicht unerhebliches Risiko, denn in dieser Zeit war der Oberkrainersound in aller Munde. Doch schon nach kurzer Zeit wurde man auf die junge Gruppe mit dem klingenden Namen 4 Holterbuam aufmerksam. Sie spielten ein herzerfrischend urige Musik und ergänzten diese mit einem einzigartigen, vierstimmigen Gesang.
Der "Holterbuamsound" war geboren. Ihre Fans wurden richtig verwöhnt, nicht nur mit eigenen Kompositionen, sondern vor allem mit vielen, teilweise zu diesem Zeitpunkt längst vergessenen, alten Volksmusiktiteln.

Natürlich wurden Rundfunk und Fernsehen, die ja immer auf der Suche nach neuen Strömungen in der Musik sind, auf die 4 Holterbuam aufmerksam. Angebote, im Musikantenstadl und bei anderen volkstümlichen Sendungen in allen möglichen Fernsehstationen brachten den 4 Weststeierern schnell eine hohe Popularität. Es folgten Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum und der Stress nahm zu.
Doch jeder Erfolg hat auch seine Schattenseiten: Berufliche Unabkömmlichkeit, Arbeit auf den heimischen Bauernhöfen und vieles andere führten dazu, dass mehrere Mitglieder der Gruppe ausscheiden mussten und gewechselt wurden. Diese Probleme führten im Jahr 1993 / 94 zu einer gewissen Stagnation in der Entwicklung der 4 Holterbuam.

Der damalige Chef der Gruppe, Martin Krammer, erhielt ein tolles Angebot von Ewald Münzer und seinem Ligister Trio und so stand Franz Krammer vor dem Problem, seine Gruppe völlig umstrukturieren zu müssen. Letzlich muss man es als Glück bezeichnen, dass Franz nicht aufgegeben hat und mit den Bergbauernkollegen Heinz Renhart und Rudi Pöschl sowie dem Schlossermeister Alois Guggi perfekte Musiker und Liebhaber dieses Sounds gefunden hat. Damit war der Fortbestand der Gruppe und der Erfolg des Holterbuam Sounds weiter garantiert.
Ein weiterer genialer Schachzug folgte: Mit Fredi Valeskini, beruflich Gendameriebeamter und zu diesem Zeitpunkt Mitglied des Antiterrorkommandos Cobra, wurde ein Mann an Bord geholt, der das Management der Gruppe entscheidend reformierte. Fredi und seine Gattin Lisbeth kontaktierten die Rundfunkstationen und Fernsehanstalten und in kürzester Zeit hatten die 4 Holterbuam nicht nur die Krise überwunden, sondern mehr Erfolg denn je. In einer weiteren Aktion gelang es dem Manager, einen riesigen Fanclub aufzubauen.

Welche Fixgröße die 4 Holterbuam in der einschlägigen österreichischen Szene sind, zeigen einige Eckdaten! Bis heute wurden insgesamt 15 eigene Tonträger produziert, die allesamt hervorragende Verkaufszahlen aufweisen. Außerdem gibt es im deutschsprachigen Raum so gut wie keine volkstümliche Fernsehsendung, in der die 4 Holterbuam in den letzten Jahren nicht aufgetreten sind.
So waren sie z.B. 3 mal in Karl Moik's Musikantenstadl, mehrfach in den ORF Sendungen "Wann die Musi spielt", "Herzlichst Hansi Hinterseer", "Willkommen Österreich", "Seniorenclub", im Finale der "Krone der Volksmusik", "Melodien der Berge" und bei den "Lustigen Musikanten" bei Marianne & Michael im ZDF.

